Gwen Stefani hat sich in ihrer Karriere immer wieder neu erfunden, und sah dabei immer wieder umwerfend aus: als burschikose Skabraut, Neo-Diva, Mode-Ikone, Mutter. Auf ihrer Harajuku Lovers Tour präsentierte 2005 die platinblond Aufgetollte ihr Solodebüt "Love.Angel.Music.Baby". Die DVD "Harajuku Lovers Live" zeigt daraus den Auftritt in Stefanis Heimatstadt Anaheim in Kalifornien: Ein Heimspiel der einstigen Leadsängerin von No Doubt, daran lässt das donnernde Publikum keinen Zweifel aufkommen. Umflankt von ihren kontroversen, lasziv herum tanzenden Harajuku-Girls, zitiert Stefani die Stylings der berühmtesten Blondinen des 20. Jahrhunderts: von Marylin Monroe über Deborah Harry bis Madonna. Ihre Allstar-Band - herausragend: Bassistin Gail Ann Dorsey (David Bowie) - überbrückt deswegen so manche Umzugspause, steht da in einem Sturm von Breakdancern und Piraten, einer Marching Band und pyromanischen Lichtorgien zusammen: gewaltiger Sound! Abgefilmt hat das alles die Regisseurin und Grammy-Gewinnerin Sophie Muller. Aufgrund der expliziten Körpersprache bekam die DVD einen Jugendschutzaufkleber, weswegen sie bereits Gold in Australien und Platin in Kanada verkaufte. Das Bonusmaterial enthält ein "Meet The Band"-Kapitel, eine Fotogalerie und eine "Countdown To Tour"-Doku, in der die Mitdreißigerin vom anstrengenden Alltagsleben einer Popsängerin und Modedesignerin berichtet. Gerade war Stefani mit ihrem neuen Album "The Sweet Escape" auf Europatournee: Nicht ganz so schrill und mit deutlich weniger Outfits als auf dieser DVD zu sehen.